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Hier zeigen wir fortlaufend Beiträge zu unseren Ausstellungsstücken mit ihren Hintergrundgeschichten, zu aktuellen Themen und geben Einblicke in den Museumsbetrieb. Viel Spaß beim Lesen!

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Dienstag 01.12.2020

Mit heute bleibt unser Museum, nach Verlängerung der Corona-Maßnahmen, noch bis mindestens zum 20. Dezember 2020 geschlossen. Wir bleiben aber nicht untätig. Unter anderem wird unser Sonderausstellungsraum vergrößert, das Lager nebenan eingeräumt, die Museums-App weiterentwickelt und, was schon lange anstand, Bilder werden erneuert. Besonders Bildmaterial von den Planeten und ihren Monden gibt es mit heutigen Technologien in einer unvergleichlich besseren Qualität, als es früher möglich war.
Es gibt also Grund wieder einmal vorbei zu kommen sobald es die Corona-Beschränkungen wieder zulassen. Wir hoffen auf 2021.


Bilder:

1-3: RKM
4: Riesen-Impaktkrater Agyre (Durchmesser 700 km) im südlichen Mars-Hochland. Am Horizont ist der Dunstschleier der Mars-Atmosphäre sichtbar. Fotomosaik aus Viking-1-Aufnahmen. NASA / JPL / Viking Project / Justin Cowart (CC BY 2.0)
5: Venus. Collage aus Radar-Aufnahmen der Magellan-Sonde und des Pioneer Venus Orbiter. NASA/JPL-Caltech

 

Dienstag 24.11.2020

Unser Allsky Kamera auf dem Dach des Museums scheint ein beliebter Ort für Krähen zu sein.

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Dienstag 10.11.2020

Im ZERIN und im Büro des Museums haben wir so manche Schätze, die wir nicht im Museum zeigen können, aufgrund Platzmangels oder weil sie thematisch nicht in die aktuelle Ausstellung passen. Eins von diesen interessanten Stücken ist diese polymikte Kristallinbrekzie, die in dem Fall nicht aus dem Ries stammt, sondern aus dem Neugrund-Krater in Estland.


Polierte Scheibe einer polymikten Kristallinbrekzie aus dem Neugrund Krater, Fundort Osmussaar, Estland. Durchmesser der Scheibe ist ca. 30 cm.

Der Neugrund Krater

Schon im frühen 20. Jahrhundert fielen Forschenden ungewöhnliche Gesteine an der Küste Nordwest-Estlands und der Insel Osmussaar auf.

An den Stränden fanden sie hunderte Blöcke von auffällig dunklem brekziösem Kristallin-Gestein, dem Gestein, das heute "Neugrundbrekzie" genannt wird. Neugrundbrekzie deshalb, weil das Gestein, wie wir heute wissen, aus einem Impaktkrater auf dem Meeresboden vor der estnischen Küste stammt, dem Neugrund-Krater. Dieser ist in den späten 1990er Jahren bei seismischen Untersuchungen des Meeresbodens vor Estland entdeckt worden. Der Krater hat (ähnlich wie der Rieskrater) einen inneren Kraterrand, der durch einen Wall begrenzt wird, und einen äußeren Kraterrand, innerhalb dem die Gesteine stark zerbrochen sind. Der Neugrund-Krater ist etwas kleiner als der Rieskrater: der innere Ring hat einen Durchmesser von 7 km und der äußere Kraterrand einen Durchmesser von 18 km.

In einer Vielzahl von Tauchgängen wurde Probenmaterial der Gesteine vom Neugrund-Krater geborgen. In diesen Proben wurden im Jahr 1998 eindeutige Merkmale ("PDFs" = engl. für planar deformation features in dem Mineral Quarz) für eine Verformung der Gesteine und Minerale durch eine Stoßwellenmetamorphose gefunden. Das heißt, dass die Gesteine für eine kurze Zeit extrem hohem Druck ausgesetzt gewesen sein müssen. Das war für die Forschenden die Bestätigung, dass der Neugrund-Krater tatsächlich durch den Einschlag eines kosmischen Körpers entstanden ist.

Die Sedimente, die sich kurz nach dem Impakt innerhalb des Kraters ablagerten, wurden datiert und das Alter des Kraters damit auf etwa 535 Millionen Jahre bestimmt. In dieser Zeit der Erdgeschichte, dem Kambrium, sind gerade mal die ersten komplexeren Lebensformen in den Ozeanen entstanden.  Unser Rieskrater ist dagegen mit seinen 15 Millionen Jahren eigentlich ein Jungspund.

Quelle: Suuroja, S., Suuroja, K., & Floden, T. (2013). A comparative analysis of two Early Palaeozoic marine impact structures in Estonia, Baltic Sea: Neugrund and Kärdla. Bulletin of the Geological Society of Finland, 85.

Mittwoch 04.11.2020

Wieder einmal: Nördlingen, Impakt und Mond

Dr. Jörg Fritz, seit  2018 Gastwissenschaftler am ZERIN (Zentrum für Rieskrater und Impaktforschung, Nördlingen) und sein Forschungsteam haben ein neues Mineral in einem Mondgestein entdeckt. 

In der Fachzeitschrift "American Mineralogist" beschreiben die Forscher erstmalig das neue Mineral mit dem Namen "Donwilhelmsit". Jörg Fritz studierte Geologie in Heidelberg, Kiel und Berlin und forscht seit zwei Jahrzehnten an Meteoriten, insbesondere solchen, die vom Mond und vom Mars stammen. Er interessiert sich dabei vor allem dafür, wie Gesteine auf die bei einem Einschlag kosmischer Körper entstehenden enormen Drücke reagieren. Zu seinen Forschungen hat er als Erst- und Co-Autor bisher mehr als 40 Artikel in hochkarätigen Fachzeitschriften verfasst.
Auch das neu entdeckte Mineral verdankt seine Entstehung wohl einem Impakt auf dem Mond: Laut dem Forscherteam könnte es das Mineral auch auf unserer Erde geben, in Impaktkratern oder in einer Tiefe von mehr als 460 km.

Mehr Infos findet ihr z.B. auf:
Pressemitteilung Museum für Naturkunde Berlin
Spiegel-Artikel vom 03.11.2020
Und hier gehts zum Original Paper:
https://pubs.geoscienceworld.org/msa/ammin/article-abstract/105/11/1704/592180/Donwilhelmsite-CaAl4Si2O11-a-new-lunar-high?redirectedFrom=fulltext


Bilder:
1: Dr. Jörg Fritz, Gastwissenschaftler am ZERIN, © Jörg Fritz
2: Rasterelektronenmikroskop-Bild des neuen Minerals, Donwilhelmsit, in dem Mond-Meteoriten Oued Awlitis 001. © Museum für Naturkunde Berlin, Ansgar Greshake
3: Teile des Mondmeteoriten Oued Awlitis 001, vom Naturhistorischen Museum Wien. © Naturhistorisches Museum Wien, Ludovic Ferrière

 

Mittwoch 28.10.2020

Wir haben vor kurzem wieder eine neue Lieferung an Anhängern und geschliffenen und polierten Steinkugeln für unseren Museumsshop bekommen. Unter anderem sind wunderschön glänzende Kugeln aus Riesseekalk und Suevit dabei. Hier ein paar Bilder aus unserem kleinen Museumsshop - mehr Bilder was es im Shop so gibt findet ihr auf unserer Homepage auf der Seite zum Museumsshop.

Donnerstag 08.10.2020

Zur Zeit laufen letzte Tests an unseren kleinen Sputnik-Sendern und der App "Exponat" die von Edufilm für die Regional-Museen der SNSB entwickelt wird. Im RiesKraterMuseum wird die App zunächst einmal dazu dienen, die bisher komplett deutschsprachigen Inhalte des Museums endlich auch auf englisch anzubieten. Coming soon!

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Mittwoch 16.09.2020

Die Schüler-AG "Moviebande" der Grundschule Nördlingen Mitte hat Anfang des Jahres unser Museum besucht. Museumsleiter Prof. Dr. Stefan Hölzl beantwortet ihre Fragen rund um das Mondgestein der NASA, das seit 1990 im RiesKraterMuseum gezeigt wird.

Wie wertvoll ist denn dieser Mondstein? Und was haben die Apollo-Astronauten im Nördlinger Ries geübt? Das und vieles mehr erfahrt ihr im Video!

Donnerstag 27.08.2020

Zur Zeit sieht man am Nachthimmel über Nördlingen vier Planeten besonders gut. Zur Ansicht haben wir hier zwei Nachtbilder unserer Himmelskamera für euch. Auf dem ersten Bild sieht man im Südwesten Jupiter hell erleuchtet und links davon etwas schwächer den Saturn. Den Mars sieht man im Osten. Auf dem zweiten Bild etwa vier Stunden später ist auch die Venus am Nachthimmel zu sehen, und der Mars ist weitergewandert und steht im Süden etwas höher über dem Horizont als zuvor. Saturn und Jupiter sind dann schon hinter dem Horizont verschwunden.

Zum Vergleich jeweils die Bilder vom Nachthimmel aus Stellarium, auf denen allerdings wesentlich mehr Sterne eingezeichnet sind, als wir von Nördlingen aus aufgrund der hohen Lichtverschmutzung sehen können.

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  • a_Stellarium_25-08-2020_00-16Uhr
  • b_20200825Z021554
  • b_Stellarium_25-08-2020_04-15Uhr

Mittwoch 11.08.2020

Heute haben wir zwei Meldungen für euch!

Erstens:

In den letzten Tagen sind einige Artikel über unsere Allsky Kamera erschienen! Hier zwei Links zum Nachlesen:
Artikel der Augsburger Allgemeinen
Artikel der Presse Augsburg

Zweitens:

Am 1. September kommt ein kleiner Asteroid der Erde relativ nahe. Der etwa 22 m - 49 m große Gesteinskörper mit Namen 2011 ES4 rast in etwa 130.000 km Entfernung an uns vorbei. Das ist etwa ein Drittel der Entfernung bis zum Mond. Für alle die genauer nachlesen wollen: Auf der Website des Center for Near Earth Object Studies der NASA sind alle "NEOs" (=Near Earth Objects) gelistet, die in näherer Zukunft an der Erde vorbei kommen.

Mittwoch 29.07.2020

Wir haben hier für euch noch ein weiteres Foto vom Kometen Neowise C/2020 F3, diesmal am Nördlinger Nachthimmel. Zeitpunkt des Fotos: 19.07.2020, 23.45 Uhr. Zum letzten Mal war der Komet wohl am Samstag Abend noch über Deutschland zu sehen.

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Foto: S. Hölzl (RKM)

Freitag 17.07.2020

Planetarium Laupheim 11:00: Der Meteorit "Blaubeuren" wird von Dieter Heinlein und Uli Köhler (beide DLR) der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Fotos: S. Hölzl (RKM)

 

Donnerstag 16.07.2020

Der aktuell größte deutsche Steinmeteorit wurde im schwäbischen Blaubeuren gefunden! Der Hausbesitzer hat den Stein schon 1989 beim Ausheben eines Kabelgrabens auf seinem Grundstück entdeckt, aber erst dieses Jahr wurde herausgefunden, dass es sich dabei um einen Meteoriten handelt. Es handelt sich bei dem Meteoriten um einen gewöhnlichen Chondrit H4-5.
Eine Geschichte die an den Meteorit Machtenstein erinnert. Allerdings ist im Fall Blaubeuren der eigentliche Meteoritenfall schon über hundert Jahre her - der Hausbesitzer fand ihn in einem halbem Meter Tiefe unter dem Boden. Wie lange der Meteoritenfall exakt her ist wird noch versucht zu bestimmen. Was für ein toller Fund!

Hier geht es zu dem ausführlichen Artikel über den Meteoritenfund vom DLR: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/03/20200715_groesster-deutscher-steinmeteorit-in-blaubeuren-gefunden.html

Dienstag 14.07.2020

Update zum Kometen C/2020 F3: am Sonntag Abend ist uns bei klarer Sicht in München ein Foto des Kometen gelungen. Zeitpunkt des Fotos: 23.25 Uhr. Der Komet war schon ca. ab 22.45 Uhr mit bloßem Auge zu erkennen.
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Foto: L. Seybold (RKM) und M. Gamperl

Donnerstag 09.07.2020

Der Komet Neowise C/2020 F3 ist zur Zeit in der Nähe der Sonne unterwegs und von der Erde aus sogar mit bloßem Auge zu sehen. Dass ein Komet der Erde so nahe kommt ist ein seltenes Ereignis.
Kometen bestehen neben Gestein zum großen Teil aus Eis und Staub und haben deswegen den Spitznamen "kosmische Schneebälle". In der Nähe der Sonne bilden sie durch Sonnenwinde die Koma, die wir als hellen Schweif erkennen können. Am 3. Juli war der Komet C/2020 F3 der Sonne am nächsten und nähert sich nun der Erde, von wo man ihn mit etwas Glück noch bis Ende Juli sehen kann. Zur Zeit geht das am besten in den frühen Morgenstunden, bald wird der Komet aber auch in den Abendstunden von Deutschland aus sichtbar sein, allerdings wird er vermutlich mit zunehmender Entfernung zur Sonne mit der Zeit blasser werden.

Detaillierte Infos zur Beobachtung findet man z.B. hier.
Schöne Bilder z.B. hier. Astronomy picture of the day

Dienstag 30.06.2020

Heute ist Asteroidentag! Der jährliche Aktionstag am 30. Juni (Jahrestag des Tunguska-Ereignisses) soll helfen über Risiken durch Asteroideneinschläge und Abwehrmechanismen zu informieren. Als kleinen Beitrag von uns hier ein kleines Comic zum Thema "Kinetischer Impaktor". ESA und NASA planen aktuell eine gemeinsame Mission zum Asteroidensystem Didymos um diesen Abwehrmechanismus zu testen. Wer mehr über Asteroidenabwehr wissen möchte kann hier nachlesen: https://www.neoshield.eu/
oder hier schauen: https://www.youtube.com/watch?v=qc-f4XlpGQk

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(Bild Vesta: NASA; Bild Sternenhimmel: Stellarium)

Freitag 26.06.2020

Heute haben wir einen Tipp für euch, wie man ganz einfach von zuhause aus bei der Suche nach Impaktkratern auf der Erde mitmachen kann. Das ist möglich über das Projekt Vigie Cratère, bei dem man bei der Auswertung von Satellitenbildern und Geländemodellen mithelfen und so vielleicht selbst einen Impaktkrater entdecken kann.

Zweihundert Impaktkrater sind auf der Erde bereits bekannt. Aber vor allem kleinere Krater, mit Durchmessern von etwa 1 bis 6 km, sind vermutlich noch nicht alle bekannt.

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Hier geht es zum Projekt: https://www.vigie-cratere.org/

Hier erklärt der Kurator der Meteoritensammlung am Naturhistorischen Museum Wien in einem Video das Projekt: https://www.facebook.com/watch/?v=1158948941136777

 

Mittwoch 17.06.2020

Das neue Relief von Rieskrater und Steinheimer Becken basiert auf hochgenauen Radardaten. Aktuell zeigen wir darauf die Lage des inneren und äußeren Kraterrandes, sowie die heutige Verteilung der beim Impakt entstandenen Gesteinsformationen (Suevit und Bunte Brekzie). In Zukunft werden unterschiedliche Inhalte, wie z.B. unterschiedliche Karten oder die Lage von Geotopen im Ries, per angebrachtem Touchpad ineraktiv anwählbar sein. Wir sagen Bescheid wenn es soweit ist.

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Dienstag 02.06.2020

Heute zeigen wir euch einen Schatz aus unserem Fundus: dieses ungewöhnlich große Innenskelett eines Belemniten wurde in Kalken des Mittleren Juras erhalten und beim Ries-Impakt durch die Schockwelle zerschert (Querbrüche). Gefunden wurde er im Steinbruch Aumühle in einem Gesteinsbruchstück in der Bunten Brekzie. Coll. V.J. Sach, 01.05.2017

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Mittwoch 20.05.2020

Gestern Abend wäre Ulrich Köhler, Planetengeologe am DLR-Institut, bei uns zu Gast gewesen für einen Vortrag zum "ESA & NASA - Wohin geht die Reise?".
Als Ersatz gibt es immerhin einen spannenden Artikel von ihm und Ralf Jaumann in der Juni-Ausgabe von "Sterne und Weltraum" zu lesen, über die japanische Mission Habayusa-2 zum Asteroiden "Ryugu". Mit dabei war dort das hüpfende Landemodul MASCOT, eine deutsch-französische Entwicklung. Neben spektakulären Fotografien nahm MASCOT Proben von der Oberfläche und machte Messungen während seines 17 Stunden langen Aufenthalts auf dem Asteroiden. Die gesammelten wissenschaftlichen Daten dienen unter anderem auch dazu, Methoden zur Asteroidenabwehr zu entwickeln und zu verfeinern, für den Ernstfall, dass ein "NEO" (Near-Earth-Object) wie Ryugu auf Kollisionsbahn mit der Erde geraten sollte.

Auch interessant: der DLR-Blog von Ulrich Köhler (Vom 17. April gibt es einen schönen Artikel mit Originalfotos zur Apollo 13 Mission, deren glückliches Ende sich an dem Tag zum 50 mal jährte.) → Zum Artikel

Mittwoch 13.05.2020

Auch heute hätten wir wieder einen Abendvortrag im Rahmen der Rieser Kulturtage gehabt, der leider ausfallen muss: Dr. Rupert Hochleitner, ehemaliger stellv. Direktor der Mineralogischen Staatssammlung München, kommt hoffentlich ein anderes Mal wieder zu uns! Erzählt hätte er uns heute etwas zu dem Thema: Was unsere Vorfahren sammelten - Schrott oder wertvolles (Kultur-) Erbe?

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Bild: Neues Mineral Fehrit. Entdeckt in einer Sammlung 2019, zum Vortrag von Dr. Rupert Hochleitner am 13.5.2020, Foto: C. Rewitzer.

Mittwoch 06.05.2020 Das RiesKraterMuseum wird 30!

Schon wieder sind fünf Jahre seit unserer letzten großen Feier vorbei. Das RiesKraterMuseum wird heute 30 Jahre alt! Die geplanten Feierlichkeiten müssen leider heute ausfallen, aber es wird sicher später auch mal wieder Gelegenheit geben mit euch allen auf das RKM anzustoßen. Vorerst, bleibt gesund und liebe Grüße vom RKM-Team!

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Dienstag 05.05.2020

Im Video: 3D-Druck von Sputnik-Modellen. Wir bereiten zurzeit eine Museumsapp vor, mit der man sich in Zukunft selbständig mit Smartphone oder Tablet durch das RiesKraterMuseum navigieren können soll. Vor allem für nicht-deutschsprachige Besucher ein Pluspunkt: alle Texte im Museum werden via App auch auf Englisch zugänglich gemacht. Für die Verortung in den Museumsräumen werden an mehreren Stellen im Museum kleine Bluetooth-Sender benötigt. Diese werden in den Sputnik Modellen versteckt – es werden also bald lauter kleine Satelliten im Museum hängen.

Donnerstag 30.04.2020

Heute Abend hätten wir Prof. Dr. Harry Hiesinger von der Universität Münster zu Gast gehabt, zu einem Vortrag im Rahmen der Rieser Kulturtage. Er hat ein spezielles Infrarotspekrometer (MERTIS) mitentwickelt das gerade mit der Mission Bepicolumbo auf dem Weg zum Merkur ist, um den Planeten besser zu erforschen. Seinen Vortrag zum Thema "Merkur - der scheue Planet" holen wir hoffentlich irgendwann nach!
Einen Videobeitrag über den Start der Mission gibt es hier.
Einen Videobeitrag über das Instrument MERTIS von Harry Hiesinger gibt es hier.

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Bild: Südliche Hemisphäre des Planeten Merkur, Computermosaik, Bilder aufgenommen von der Raumsonde Mariner 10, 1974. Credit: NASA/JPL

Freitag 24.04.2020

Ein ganz besonderer Meteorit ist der "Canyon Diablo": Sein Einschlag vor 50.000 Jahren im heutigen Arizona erzeugte den Krater, bei dem als erstes auf der Erde anerkannt wurde, dass er durch einen Meteoriteneinschlag entstand (und nicht durch beispielsweise Vulkanausbrüche, wie lang für alle irdischen Krater angenommen wurde). Mehr dazu in den Bildern:

  • Barringer-Krater
  • Barringer-Krater_2
  • Canyon_Diablo_1
  • Verteilung_Canyon_Diabolo
  • Z_Gewicht_CanyonDiablo

Dienstag 21.04.2020

Blick hinter die Kulissen Nummer zwei: das RiesKraterMuseum bekommt ein neues Lager. Dafür wird das alte Gebäude nebenan, früher mal ein Gerberhaus, seit einer Weile wieder hergerichtet und innen mit Beton verkleidet. Hier ein paar Einblicke. Übrigens: Unser Sonderausstellungsraum wird in Zukunft dafür ein paar Quadratmeter größer :)

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Samstag 18. April 2020

Meteoriten im RiesKraterMuseum: heute, der Machtenstein.

Der Machtenstein hat seinen eindrucksvollen Namen von seinem Fundort bei der Gemeinde Machtenstein nahe Dachau. Dort wurde er im Jahr 1956 von dem jungen Landwirt Josef Landmann bei der Feldarbeit auf seinem Acker gefunden. Sein Aussehen und insbesondere sein ungewöhnlich hohes Gewicht weckten das Interesse des Finders, der den „Stein“ mit nach Hause nahm. Der Versuch, das Geheimnis des Steins durch Aufsägen mit der Flex zu lüften, schlug fehl: das Werkzeug ging kaputt, die Spuren sind aber auf dem Machtenstein deutlich sichtbar.

Im Jahr 1982 schenkte Josef Landmann den ungewöhnlichen Stein seinem Freund Hans Hartl, der ihn als Verhüttungsschlacke interpretierte und ihn als Füllstein im Garten aufbewahrte. Dort lag der Machtenstein über 30 Jahre unentdeckt in der Regentraufe. Ein Besuch der beiden Freunde im Museum Reich der Kristalle brachte den Machtenstein aber wieder in Erinnerung: er ähnelte in verschiedenen Eigenschaften doch stark den im Museum ausgestellten Meteoriten!

Ein Anruf im RiesKraterMuseum und die Weitervermittlung an fachkundige Wissenschaftler in der mineralogischen Staatssammlung München brachte schließlich das Ergebnis: es handelt sich tatsächlich um einen Meteoriten!

Nach Ankauf durch Christoph Keilmann (Munich Show) gelangte der 1422 g schwere Meteorit vom Typ „Gewöhnlicher Chondrit (H5)“ durch Spende in den Besitz der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. Seit November 2015 kann die wiederentdeckte Rarität im RiesKraterMuseum bewundert werden.

 Machtenstein

 

Dienstag 14. April 2020

Blick hinter die Kulissen: Wir nutzen die Zeit im geschlossenen Museum, damit es für euch bei Wiedereröffnung Neues zu entdecken gibt! Hier ein Blick hinter die Kulissen wie unser neues Relief vom Rieskrater und Steinheimer Becken aufgebaut wird. Herausforderung für unseren Techniker: den Beamer im Dachgewölbe aufhängen. Mit dem Beamer werden in Zukunft verschiedene Arten von Bildern und Karten auf die Oberfläche des Reliefs projiziert. Work in progress!

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 Freitag 10. April 2020

Der Himmel über Nördlingen gestern Abend. Summenbild unserer Schwarz-Weiß Kamera. Die dünnen Kurven zeichnen die Bewegung der Sterne über den Nachthimmel nach. Links geht hell der Mond auf.
Das RKM wünscht euch allen frohe Ostern, viele Ostereier und bleibt gesund!

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Donnerstag 26. März 2020

Heute morgen auf dem Dach des Museums. Quizfrage: Was für ein Vogel ist das?

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